Training 2.0…

IMG_6662 … durch eine kleine Neuausrichtung!

Meine Zerrung im linken Bein ist mittlerweile ausgeheilt und ich denke von dieser Verletzung doch etwas gelernt zu haben. Fast zwei Monate war ich nach dem Halbmarathon außer Gefecht und habe nicht trainiert (auf Anraten meines besten Freundes und Therapeuten) – Ergometer war das höchste der Gefühle, aber auch nur in Maßen. Als ich dann eine noch nie dagewesene Freundschaft zum Fahrrad entdeckt habe (und ich mag Radfahren eigentlich nicht), sind mit an der Strecke immer die Läufer/innen ins Auge gestochen – und ich meine wirklich GESTOCHEN. Jedes Mal ein kleiner Stich in die Seele, weil ich am Drahtesel saß und nicht in den Laufschuhen steckte. Erst da habe ich gemerkt, wie sehr mir das Laufen fehlt. Genau das war es auch was denke ich einen kleinen Schalter in meinem Gehirn ausgelöst hat: nun denke ich jedesmal ans Dehnen, an Kräftigungsübungen, will meinen Laufstil verbessern (war sogar bei einem professionellen Training) etc. – eine Verletzung will ich so schnell nicht wieder haben, nein das will ich nicht… Mittlerweile stecke ich wieder drin in den Laufschuhen und gewöhne mich langsam wieder an passable Distanzen. Das Ziel lautet weiter „Marathon“ und Aufgeben liegt nicht in meinem Naturell!

Zurück im Training

IMG_6551 … zum Start mit einer Rad-Einheit!

Nach einigen Wochen Trainingsabstinenz, wegen einer Zerrung, wage ich mich nun langsam wieder ans Ausdauertraining. Laufen ist im Moment noch nicht möglich, daher steige ich vorerst mal auf das Fahrrad um. Nach ein paar Spinning-Einheiten hab ich nun eine 28 km-Strecke hinter mir, in zügigem Tempo. Die Zerrung wird immer schwächer, ich stelle deutliche Besserung fest, was mich für Lauftraining ab Juni wieder zuversichtlich stimmt. Die nächste Herausforderung wartet bereits: die City Attack (ein Dirt-Run) Mitte Juni, danach möchte ich langsam ins Training für den Halbmarathon im Herbst einsteigen, und dann wartet die Königsdisziplin. Ab Herbst steht Training für die Marathon-Distanz im Frühjahr 2018 am Programm – und darauf freue ich mich bereits mega… hoffentlich spielen die Beine mit!

Der Marathon …

IMG_6479 … als Reise zu sich selbst

Einen Marathon läuft man nicht einfach – einen Marathon muss man sich erarbeiten! – das Zitat stammt nicht von mir, aber es stimmt! Wie recht er damit hat! Wie auch im letzten Jahr spiele ich jetzt wieder mit dem Gedanken beim nächsten Vienna City Marathon (April 2018) die volle Distanz zu gehen. Auch dieses Jahr hatte ich nach dem Zieleinlauf eigentlich noch Reserven, ein paar Kilometer wären noch drin gewesen. Nach Seiten über Seiten von Laufblogs, Büchern, Empfehlungen etc. bin ich nun wieder voll auf Marathon eingestellt. Im letzten Jahr hat mir mein Job einen Strich durch die Rechnung gemacht, in den letzten paar Monaten hab ich zusätzlich an Schmerzen im Bein gelitten – einmal das Knie, dann die Muskeln. Dehnen steht momentan im Vordergrund, etwas das ich immer wieder gerne vernachlässige, was mit ein Grund für die Schmerzen sein mag. Ich werde jetzt mehr Augenmerk auf meine Beine legen, genau beobachten wie sie auf gewisse Distanzen und Trainingseinheiten (wie Intervall, Fahrtenspiel etc.) reagieren und mir einen Plan bis April 2018 zurechtlegen, den ich versuche penibel einzuhalten. Dann dürfte einem ersten erfolgreichen Marathon 2018 nichts im Wege stehen. Die Vorfreude ist jetzt schon groß!

„Marathon bedeutet eine ganzheitliche Reise, einen langen Lauf zu sich selbst!“

Herbert Steffny

 

Vienna City Marathon 2017

3613A7C9-C391-4984-8803-87CC3878CF5B … lief besser als gedacht!

Wohl eher befürchtet als gedacht! Der VCM ist Geschichte, somit ist es Zeit Bilanz zu ziehen. Nach einer wirklich anstrengenden Vorbereitungszeit mit Rückschlägen am laufenden Band glich es am Sonntag einem Wunder, dass alles so glatt über die Bühne gegangen ist. Zum Start in den Halbmarathon war ich noch mehr als nervös, da ich mir bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht sicher war, ob ich dieses Jahr das Burgtheater (Zieleinlauf) sehen würde. Mit immer noch leichten Schmerzen im rechten Bein ging’s um kurz nach 9:15 Uhr Startzeit rein in die etwas mehr als 21 Kilometer. Der Laufgott, den ich die letzten Wochen mehrmals anbetete, meinte es mehr als gut mir mir: auf keinem der 21 Kilometer hatte ich nur den geringsten Gedanken daran aufzuhören, auch die Schmerzen im Bein waren nach rund 5 Kilometer wie verflogen. Die Atmosphäre und die Masse an Menschen haben mich vom Start ins Ziel getragen. Ich habe selten einen Halbmarathon so genossen wie gestern, auch wenn ich mit einer Zeit von 2:03:46 rund 5 Minuten langsamer war als letztes Jahr. Durchkommen war diesmal das Ziel, und das wollte ich in meinem Wohfühltempo erreichen – es gelang! Nun bekommt mein Bein, das heute zugegeben unfassbar schmerzt, eine wohlverdiente Pause und dann geht’s auf ins nächste Training, denn meine Ziele sind höher und…

!!! THE BEST IS YET TO COME !!!

 

Das Kopfrechnen beginnt!

fullsizeoutput_e1f… welche Pace soll es sein?

Nur noch 2 Tage zum Start – am Sonntag geht es in den Halbmarathon beim Vienna City Marathon! Das letzte Training habe ich bereits gestern absolviert – aufgrund der Wetterlage am Laufband. Ein Finish von rund 2 Stunden ist auch dieses Jahr mein Ziel, wobei ich meine beste Zeit (1:58:42) wohl nicht schaffen werde, da die Vorbereitung in diesem Jahr für mich besonders hart gewesen ist. Vorgenommen habe ich mir eine Pace von 5:50 Min. – diese habe ich auch beim letzten großen Trainingslauf über 17 Kilometer knapp unterboten. Somit dürfte ich mit einer Zeit von ca. 2:03:00 ins Ziel kommen. Vielleicht beflügelt aber die Atmosphäre und das Adrenalin tut seine Wirkung besonders gut, dann ist wohl auch eine bessere Zeit drin – unter 2 Stunden wäre der absolute Hammer. Die Vorfreude wird jetzt immer größer – 3 Tage noch bis zum Halbmarathon: „Lasset die Rechenspiele beginnen!“

 

 

Wenn der Kopf nicht will!

IMG_5707 … die Vorzeichen stehen schlecht!

Vorweg: ich denke immer noch dass ich am 23. April den Halbmarathon durchziehen werde, aber dieses Jahr steht das gesamte Training unter keinem guten Stern. Zuerst hatte ich immer wieder mit körperlichen „Wehwehchen“ zu kämpfen, jetzt macht mir meine (nicht vorhandene) mentale Stärke einen Strich durch die Rechnung. Körperlich würde ich die Distanz bereits seit Tagen zurücklegen können, wäre da nicht mein innerer Schweinehund, der sich ab Kilometer 12 zu einem ausgewachsenen T-Rex aufbläht. Ich beginne dann ohne Unterbrechung zu rechnen: „wieviel war meine Durchschnitts-Pace“, „wie schnell muss ich noch werden damit sich meine vorgenommen Zeit ausgeht“, „wo muss ich noch laufen damit ich auf meine Kilometer-Anzahl komme“… usw. – und man möchte es nicht glauben, aber das ist Kräfte zehrender als das Laufen an sich. So bin ich vor wenigen Tagen (ich hatte mir 17 Kilometer als Ziel gesetzt) nach 14 Kilometern stehen geblieben und habe „aufgegeben“ – obwohl ich körperlich noch konnte! Was mir jetzt noch hilft ist, einen mental starken Trainingslauf noch hinterher schießen und dann auf den Laufgott hoffen, der mir am Sonntag aufgrund der Atmosphäre beim Vienna City Marathon am 23. April das Adrenalin dermaßen einschießen, lässt, dass ich ich die 21 km flieeeeeege… naja, zumindest durchkomme!

Die kleinen Freuden…

Foto 06.04.17, 10 48 00.png …schaffen Motivation!

Nach ewigem Hin und Her in diesem Trainingsjahr (wie im letzten Blog beschrieben), sind es oftmals die kleinen Dinge die für zusätzliche Motivation sorgen. Vor ein paar Tagen bin ich meine Laufstatistiken der letzten Jahre durchgegangen und dabei drauf gekommen, dass ich innerhalb eines Monats noch nie zuvor soviel gelaufen bin wie im März 2017. 15 Mal hat mich das Lauffieber gepackt und dabei habe ich 115,56 km zurück gelegt. Für erfahrene bzw. Profiläufer mag das ein Klacks sein, für mich ist das jedoch ein Meilenstein und zeugt davon, dass ich noch immer Biß habe und trotz zahlreicher Rückschläge das Ziele Vienna City Marathon 2017 noch immer fest im Blick habe.

The road to VCM continues…